
PMS
Oftmals als harmlos abgetan, ist aber sehr leidvoll für die Betroffenen
Februar 2026
PMS - das prämenstruelle Syndrom zeigt sich in körperlichen sowie emotionalen Beschwerden, die in der zweiten Zyklushälfte – meist einige Tage vor der Periode – auftreten.
Dazu gehören zum Beispiel Wassereinlagerungen, Brustspannen, Reizbarkeit, Müdigkeit oder Heißhunger bis hin zu depressiven Verstimmungen.
Diese Symptome entstehen durch hormonelle Veränderungen im Zyklus, vor allem durch das Zusammenspiel von Progesteron und Östrogen.
PMS ist für viele Frauen ein monatlicher Ausnahmezustand: Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Erschöpfung oder das Gefühl, sich selbst kaum wiederzuerkennen.
Oft wird das einfach hingenommen oder als „normal“ abgetan. Und das leider auch immer noch von einigen Ärzten, die das Thema nicht ernst nehmen.
Betroffene leiden dann häufig über Jahre, mit dem Glauben, man könne nichts dagegen tun.
Doch PMS ist kein Zustand, den du einfach aushalten musst – sondern ein Hinweis deines Körpers, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Kurz vor der Periode reagiert dein System besonders sensibel. Östrogen und Progesteron aus dem Gleichgewicht. Das, was im Alltag vielleicht noch kompensierbar ist, wird plötzlich spürbar: Stress, Überforderung, innere Anspannung oder ein Mangel an Regeneration. Deine Hormone verstärken diese Zustände, sie sind jedoch selten die eigentliche Ursache. Vielmehr zeigen sie dir, wo dein Körper Unterstützung braucht.
Viele versuchen, PMS mit Disziplin zu lösen – durch strenge Ernährung, mehr Kontrolle oder das Unterdrücken von Gefühlen. Doch genau das kann den Druck im System weiter erhöhen, denn eigentlich braucht dein Körper besonders in dieser Phase vor allem Sicherheit und Stabilität.
Denn was viele nicht wissen: Wenn dein Körper im Alarmzustand ist, dann wird Progesteron und sein Vorstufenhormon (Pregnenolon) zur Bildung von Cortisol benötigt.
Häufig ist das der Grund, warum es zum Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron kommt.
Doch was benötigt dein Körper, um sich sicher zu fühlen?
Das beginnt bei einfachen, aber wirkungsvollen Grundlagen: regelmäßige und gehaltvolle Mahlzeiten, denn in der letzten Zyklusphase, benötigt dein Körper einfach mehr Energie.
Ausreichend Schlaf und mehr Erholungsphasen im Alltag. Dein Körper sendet dir normalerweise genau diese Signal. Ignoriere es nicht.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, die eigenen Emotionen ernst zu nehmen. PMS verstärkt oft das, was ohnehin in dir da ist. Statt diese Gefühle wegzudrücken, kann es hilfreich sein, genau hinzuschauen, was in die brodelt und dich belastet.
Es lohnt sich, ganzheitlich hinzusehen und wenn der Körper wieder ins Gleichgewicht kommt, dann ist die Energie und Lebensfreude wieder zurück.
Wünscht du dir eine ganzheitliche Unterstützung? Dann fülle den Gesundheitfragebogen aus und ich melde mich bei dir zeitnah.

PCOS - Akne, männlicher Haarwuchs und Gewichtszunahem
Die typischen Anzeichen von PCOS
März 2026
Was ist PCOS?
(Update: seit Mai 26 wird es nun PMOS genannt= polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom)
PCOS - das polyzystische Ovarialsyndrom - ist mehr als nur ein unregelmäßiger Zyklus. Der Körper gerät hormonell aus dem Gleichgewicht, wodurch Prozesse wie Eisprung, Stoffwechsel und Haut beeinflusst werden können.
Die Symptome von PCOS können von Frau zu Frau variieren. Zu den häufigsten Symptomen gehören unregelmäßige oder ausbleibende Menstruationszyklen, unfruchtbarkeit, übermäßiges Haarwachstum (Hirsutismus) im Gesicht und an anderen Körperstellen, Akne, Gewichtszunahme, Haarausfall und Hautveränderungen.
Nicht nur die Hormone sind dafür verantwortlich, sondern auch Faktoren wie Stress, Schlafmangel, Blutzuckerschwankungen oder ein dauerhaft überlastetes Nervensystem.
Am störendsten empfinden die Betroffenen meist die Akne, den vermehrten Haarwuchs und die Gewichtszunahme, denn diese sind nach außen hin sehr auffällig.
Oft beginnt dann ein Kreislauf aus Kontrolle und Überforderung: strenge Ernährung, ständiges Optimieren oder der Druck, den Körper „in Ordnung bringen“ zu müssen. Doch genau das kann zusätzlichen Stress erzeugen.
Diagnose PCOS
Es ist ein komplexes Krankheitsbild und häufig vergeht erstmal viel Zeit, bevor eine Diagnose mit Verdacht auf PCOS durchgeführt wird.
Folgendes sollte abgeklärt werden, um eine DIagnose erstellen zu können:
- ein Blutbild der Hormonspiegel, speziell der Androgene
- Ultraschall der EIerstöcke
- und der Symptome
Maßnahmen gegen PCOS bzw. PMOS
Eine komplexe Erkrankung erfordert ein ganzheitliches Vorgehen. Im Vordergrund sollte die wiederherstellung der Hormonbalance stehen.
Im Folgenden die wichtigsten Säulen, an denen ich mit meinen Klientinnen arbeite:
Ernährung Blutzuckerstabilisierend, antientzündlich, wenig Zucker & raffinierte Kohlenhydrate, viel Protein, gesunde Fette & Ballaststoffe.
Mikronährstoffe Gezielte Supplementierung von Myo-Inositol, Vitamin D, Magnesium, Zink, Omega-3 & B-Vitaminen.
Bewegung Krafttraining & moderate Ausdauer verbessern Insulinsensitivität – übermäßiger Sport vermeiden.
Stressregulation Cortisol verstärkt PCOS direkt – Atemübungen, Meditation & Schlafhygiene sind zentrale Stellschrauben.
Darmgesundheit Ein gesunder Darm unterstützt Hormonausscheidung & reduziert Entzündung.
Labordiagnostik Regelmäßige Kontrolle von Insulin, Androgenen, Schilddrüse, Vitamin D & weiteren relevanten Werten.
Falls du vermutest davon betroffen zu sein und nicht mehr weiterweist, dann melde dich gerne bei mir.
Isabelle Wientzek Hormon- und Ernährungsberaterin
